Bundestagswakl 2009: Konsequenzen Niedersachsen
Der SPD-Landesverband Niedersachsen hat
die Ergebnisse der Bundestagswahl
analysiert und erste Aspekte festgehalten. Wir laden ab sofort
alle herzlich dazu ein, die Diskussion
über die künftige politische Arbeit der SPD in Niedersachsen und im Bund zu
führen und Beiträge in die Diskussion
einzubringen.
- Im
Mittelpunkt der politischen Arbeit der nächsten Jahre muss die Rückeroberung
des verlorengegangenen Vertrauens bei den Wählerinnen und Wählern stehen.
Programm und Personal der SPD müssen dieser Zielsetzung entsprechen. Um dieser
Herausforderung zu begegnen, muss die SPD in Niedersachsen zukunftsfähige
Strukturen für ihre Parteiarbeit entwickeln.
- Nicht zuletzt veränderte Rahmenbedingungen
(Mitgliederrückgang, verminderte Finanzmittel) machen einen Reformprozess
zwingend notwendig. Dieser erfolgt nicht um seiner selbst Willen, sondern mit
dem klaren Ziel bei den Kommunalwahlen 2011 und den Landtags- und
Bundestagswahlen 2013 mit einer kampagnefähigen Mitgliederpartei an die
Wahlerfolge der Vergangenheit anknüpfen zu können. Die ersten erfolgreichen Reformschritte
sind mit den Beschlüssen des Landesparteitages 2009 eingeleitet und umgesetzt
worden. Dabei steht für die SPD in Niedersachsen fest: Wahlerfolge setzen eine
handlungsfähige Parteizentrale ebenso voraus, wie eine Präsenz in der Fläche
unseres Landes. Nur wenn die SPD vor Ort für Bürgerinnen und Bürger erlebbar
und ansprechbar ist und bleibt, wird sie ihrem Anspruch als Volkspartei
gerecht. Eine nahezu ausschließliche Konzentration der Parteiressourcen in
Hannover oder Berlin kann nicht die Antwort auf die aktuellen Herausforderungen
an die Parteistrukturen sein. Die SPD in Niedersachsen ist überzeugt, dass die
Landtagswahlen 2013 nur über starke SPD-Kommunen und die Bundestagswahlen nur
über starke SPD-Länder zu einem sozialdemokratischen Erfolg gemacht werden
können.
- Aufgrund
des Bundestagswahlergebnisses steht die SPD in Niedersachsen vor der
Herausforderung insbesondere im Bezirk Nord-Niedersachsen, aber auch in den Bezirken
Hannover und Weser-Ems, eine Präsenz und Anbindung vor Ort sicherstellen zu
müssen, da dort verschiedene Wahlkreise nicht durch eine SPD-Bundestagsabgeordnete
oder einen SPD-Bundestagsabgeordneten vertreten sind. Der Landesvorstand
wird daher in Abstimmung mit der Landesgruppe und den leitenden
Geschäftsführern der Partei Lösungsvorschläge entwickeln, die diese Problematik
aufgreifen. Es darf nicht zu „weißen Flecken“ kommen, die politisch abgehängt
und ohne Betreuung sind.
- Unser
besonderes Augenmerk muss der Vorbereitung der niedersächsischen Kommunalwahlen
im Herbst 2011 gelten. Mit dem Kommunalkongress im November 2009 steigen wir in
die Vorbereitung dieser wichtigen Wahl ein. Der Landesparteitag im Mai 2010
wird zentrale kommunalpolitische Zielsetzungen der SPD in Niedersachsen
beschließen. Die Kommunalpolitik ist die eigentliche Basis des Vertrauensarbeit
für die SPD mit und für die Menschen. Eine bürgernahe und erfolgreiche
Kommunalpolitik ist daher eine unabdingbare Voraussetzung zur Wiedererlangung
des Vertrauens der Menschen in die Sozialdemokratie. Die SPD in den Städten, Gemeinden
und Landkreisen in Niedersachsen will die rund 7.000 kommunalen Mandate im
Land im Jahre 2011 behaupten und ausbauen. Dort wo Wahlen für Bürgermeister
oder Landräte anstehen, wollen wir, dass die Rat- und Kreishäuser von Sozialdemokratinnen
und Sozialdemokraten geleitet werden.
- Deshalb
muss die bessere Verzahnung der Handlungsebenen fortgesetzt werden. Der
Anspruch der SPD, eine Politik aus einem Guss zu formulieren, sollte mit noch
mehr Ehrgeiz verfolgt werden. So kommen wir zu einer klaren und einheitlichen
sozialdemokratischen Linie in den Kommunen, im Land und im Bund - und schärfen
unser Profil. Daher sollten die Funktions- und Mandatsträger der SPD in
Niedersachsen intensiver miteinander ins Gespräch kommen, um als
Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten noch mehr von dem Wissen und den
Fähigkeiten jedes Einzelnen zu profitieren. Einen Beitrag hierzu werden die
verschiedenen Foren im Jahre 2010 leisten, die zu den Politikfeldern Arbeit,
Umwelt, Wirtschaft und Soziales eingesetzt oder fortgeführt werden. Mit diesen
Foren werden wir auch die Bürgerinnen und Bürger an der Formulierung sozialdemokratischer
Politik beteiligen.
- Wahlerfolge
bei den Kommunalwahlen 2011 und darüber hinaus setzen engagierte und
qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten voraus. Wir wollen für unsere Listen
geeignete und motivierte Genossinnen und Genossen gewinnen. Aus diesem Grund
kommt als ständige Aufgabe der Gewinnung und Qualifizierung unserer
Kandidatinnen und Kandidaten eine herausragende Rolle zu. Der SPD-Landesverband
Niedersachsen wird deshalb zeitgleich mit dem Kommunalkongress 2009 die
Nachwuchsakademie Niedersachsen starten. Vielfältige Bildungs- und
Qualifizierungsangebote sollen als Angebot für ehren- und hauptamtliche
Kandidaten zur Verfügung stehen. Wir wollen in der Nachwuchsakademie die
vielfältigen Kenntnisse und Potenziale der politischen Bildungsarbeit unserer
Partei unter einem Dach vereinen und somit ein breites und attraktives Angebot
für unsere Mitglieder vorhalten. Hierin liegt ein Schlüssel für künftige
Wahlerfolge.
wo war die SPD im Jahr 2008, als der
Ministerpräsident ein schönes stück Staatswald
an eine ansässige Maschinenfabrik zu einem
Schleuderpreis verkauft hat?
Wo ist die SPD im Jahr 2009 in dem der neue
stolze Besitzer alles daran setzt, damit die
Bürger und Bürgerinnen diesen Wald nicht mehr
wie gewohnt betreten dürfen? Ist ja vielleicht
auch ein schönes Ausflugsziehl für unseren
Ministerpräsidenten!
Kommentiert von: Frank | Mittwoch, 09. Dezember 2009 um 00:39 Uhr
Nachtrag:
Der Slogan "die gerechte Mitte - stark und sozial" sollte das Motto für die nächsten Jahre sein....
Nur mal so als Anregung.
Euer Emder Anton
Kommentiert von: Emder Anton | Dienstag, 24. November 2009 um 21:17 Uhr
Liebe Genossinnen und Genossen,
ich begrüsse sehr den hier aufgezeigten Weg, die SPD - zumindest in Niedersachsen wieder "nach vorne" zu bringen.
Dem neuen Vorsitzenden und seiner Crew beglückwünsche ich und hoffe, Sie haben den Mut, die Sozialdemokratie wieder dorthin zu bringen, wo sie ihren Platz haben muss, und da bin ich mir sicher auch haben wird:
In die gerechte Mitte!!!!
Herzlichst, Euer Emder Anton
Kommentiert von: Emder Anton | Dienstag, 24. November 2009 um 21:13 Uhr