Schulmittelbedarfspaket ist ein gezielter Schritt gegen Kinderarmut
Der Bundestag hat
gestern im Rahmen des Familienleistungsgesetzes auch ein Schulmittelbedarfspaket
für bedürftige Kinder und Jugendliche in Höhe von 100 Euro pro Schuljahr
beschlossen. Damit wird eine zentrale Forderung des Aktionsplanes für gleiche
Lebenschancen, den die Kommission des SPD-Parteivorstandes „Gleiche
Lebenschancen für jedes Kind – Kinderarmut bekämpfen“ unter meinem Vorsitz
erarbeitet und den der SPD-Parteivorstand im Juni dieses Jahres beschlossen
hatte, auch gegen den Widerstand der Union zügig umgesetzt. Leider hat die
Union verhindert, dass die Leistung – wie es ein Gebot der Gerechtigkeit
gewesen wäre – bis zur 13. und nicht nur bis zur 10. Klasse gezahlt wird.
Mit dem
Schulmittelbedarfspaket wird jene Ausstattung mit Heften, Schreibmaterialien
und ähnlichem abgedeckt, die für den regulären Unterricht typischerweise
gefordert wird und die den im pauschalierten Regelsatz vorgesehenen Betrag
häufig übersteigt. Damit kann künftig verhindert werden, dass Schülerinnen und
Schüler ihre Bildungschancen allein wegen geringer Einkommen der Eltern nicht
wahrnehmen können. Das ist ein wichtiger und gezielter Schritt gegen
Kinderarmut. Alle anderen Punkte unseres Aktionsplanes bleiben
selbstverständlich auf der Tagesordnung von Bundes-, Landes- und
Kommunalpolitik.
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