Schulbedarfspaket bietet finanzielle Unterstützung für Schulkinder
Der Koalitionsausschuss auf Bundesebene hat in seiner letzten Sitzung die Einführung eines Schulbedarfspaketes beschlossen. Danach erhalten hilfebedürftige Kinder (aus Hartz IV-Haushalten) zukünftig jeweils zum Schuljahresbeginn einen Zuschuss von 100 Euro. Ich habe diesen Beschluss sehr begrüßt. Als Vorsitzender der Kinderarmutskommission des SPD-Parteivorstandes habe ich mich für das Schulbedarfspaket stark gemacht und bin erleichtert, dass dieser Plan jetzt von der Regierung tatsächlich umgesetzt wird. Eltern können ein Lied davon singen, wie sehr Schulranzen, Arbeitshefte und andere Schulmaterialien auf den Geldbeutel durchschlagen. Der pauschalierte Regelsatz deckt diese Kosten bei weitem nicht ab. Durch das Schulbedarfspaket verhindern wir aber, dass Schüler allein wegen der finanziellen Situation ihrer Eltern Nachteile haben und an Bildung nicht vernünftig teilhaben können.
Gleichzeitig weise ich aber daraufhin, dass auch die Hartz IV-Regelsätze für Kinder erhöht werden müssen. Unter Fachleuten herrscht Einigkeit darin, dass man Regelsätze nicht einfach prozentual von Leistungen für Erwachsene ableiten kann. Wir brauchen eigenständige Kinderregelsätze, die sich stärker an den altersspezifischen Bedürfnissen orientieren. Ein erster Schritt in diese Richtung ist das beschlossene Schulbedarfspaket.
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